Nicht mein Land. Kein Land.

Seitdem am vergangenen Wochenende die AfD im Landtag von Mecklenburg-Vorpommern zweitstärkste Partei geworden ist entbrennt die Suche nach den Ursachen wieder neu. Während die eine Seite darüber schwadroniert, das sich Menschen abgehängt fühlen faselt die andere von Nazis. Mir ist das egal, denn beides ist falsch.

Vorweg: Meine eigene Familie wurde in Deutschland mal mehr, mal weniger willkommen geheissen. Meine Vorfahren, Grossmütter, Grossväter, Onkels und Tanten waren entweder Kommunisten, Dänen, Polen, Juden, Nazis, Spiesser und Migranten – und manchmal auch mehreres davon. Einer meiner Onkel war Spanienkämpfer, während einer meiner Grossväter seine dänischen Wurzeln erst ignorierte, und dann, als es Butter gab, wiederentdeckte. Der ostpreussische Teil der Familie suchte sein Heil im strengen Katholizismus, während ein andere Teil – aus dem obskureren Osten – einer anderen Religion huldigte und sich fröhlich durchschlemihlte. Allen gemeinsam war: Sie waren nicht von hier.

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