>> fooled again

Voice-over-IP ist eine feine Sache. Weniger fein ist, dass manche Anbieter zwar günstige Konditionen anbieten, ihre Kundinnen und Kunden aber mit Jahresverträgen zu binden suchen. Kann man hinnehmen, muss man aber nicht. Das folgende Gesellinnenstück ereignete sich dann auch beim Feilschen um eine vorzeitige Vertragsauflösung. Immerhin, für den neuen lokalen Telefonanbieter gehörte eine Flatrate zur Basisausstattung einen Telefonanschlusses. Wozu also noch ein weiteres Jahr GMX? …

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>> on the fly

Es gibt Tage an denen die psychischen Verfassungen der modernen Internautin unentwegt wechseln.

Heute war so einer – angefangen vor dem guten Gefühl, am frühen Morgen dem fälligen Plakatentwurf mit der Energie des jungen Tages den nötigen drive gegeben zu haben über den Eindruck gepfegter Langeweile bei der Vorstellung, jetzt eigentlich nur noch mal schnell ins GraphicsOffice flitzen zu müssen, um der schon fast fertig geglaubten Datei auf dem neuen Bürorechner mit dem nach oben gerutschten "e" und Speicher im Gigabytebereich en passant den letzten Schliff zu geben um sie abschließend dem Farblaser für ein halbes Stündchen zum Ausdruck zu überlassen … bis zur finalen emotionalen Eskalation, nachdem sich herausstellte, dass en passant eben auch etwas mit schlagen und geschlagen werden zu tun haben könnte.

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>> rubber soul

Es gibt Tage, an denen sich die moderne Interautin durchaus gut fühlt. Und an denen sie dann auch gedenkt, das der Welt mitzuteilen.

Dafür benutzen die Datenreisenden des dritten Jahrtausends dann sogenannte Emoticons, landläufig auch unter dem Begriff Smileys bekannt.

Der moderne Internautin ist es jetzt ein wenig über, ganz genau zu erklären, welcher technische Firlefanz dahinter steckt – nur so viel: In früheren Zeiten, als die Datenpakete noch mit 300 Baud durch die Telefonleitungen tröpfelten und das Medium der wahrscheinlichsten Zukunft unter dem Namen BTX firmierte, war es manchmal durchaus nützlich, den gegenwärtigen Gemütszustand dem unsichtbaren Gegenüber zu verdeutlichen, indem frau eine spitze Bemerkung mit einem :-> kennzeichnete. Continue reading

>> hardstyle

An manchen Tagen, da könnte die morderne Internautin schier verzweifeln: Da müht sie sich tagein, tagaus, all die Projekte, die so anstehen, accessible zu gestalten, hantiert mit Editoren für dies und Editoren für das, schiebt Quelltext von Ordner zu Ordner, checkt alles in Validatoren ab … Kurz: sie verhält sich politisch korrekt und versucht, ihren Nutzerinnen und ihren Kundinnen nicht mehr Steine in den Weg zu legen als unvermeidlich ist.

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>> copyleft

Neulich, auf der ganz unprosaischen und altmodischen Autofahrt zu einer Kundin, da hatte die moderne Internautin mal wieder Zeit zum nachdenken: Über das Leben, das Universum, und über den ganzen Rest selbstverständlich auch.

Treiber sausten durch ihren Kopf und verschwanden mit einem leisen „klick“ wieder, ein Linux-Druckersystem kreiste langsam durch ihre Hirnwindungen, spuckte ungefragt ein paar Seiten aus und löste sich in dann in Wohlgefallen auf, ein mit Gleitgel statt Wärmeleitpaste bestrichener Microprozesser zerbröselte sanft bei unsäglichen Temperaturen in Bestandteile, die einen Gaschromatographen wochenlang beschäftigt haben würden, und irgendwie schien neben der Sonne auch das gesamte bekannte Universum sanft und wohlgefällig zu kreisen.

Alles schwebt. Das muss die Mitte sein. Oder nicht?

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>> netzwelten

Es gibt Tage, an denen die moderne Internautin verzweifelt: Da prasselt die schöne neue Welt via Datenleitung in ihr Leben, alles ist bunti-bunti und überhaupt hip & cool, im Hintergrund trällert der Radiostream, während im Vordergrund die Mails über neue Blogeinträge ihrer Freundin in heftige Konkurrenz zu den Newsfeeds treten.

George Bush möchte den Iran angreifen – selbstverständlich mit Atomwaffen, man ist ja nicht kleinlich. Continue reading