Früher war alles einfacher – höre ich oft, aber das ist wahrscheinlich eher eine Frage davon, wie sehr man die Vergangenheit verklärt. Und in meiner Branche, in der es oft darauf ankommt, Dateien zuverlässig von A nach B zu bringen und gegebenenfalls auch noch an diesen Daten gemeinsam zu arbeiten gilt das nur beschränkt. Ich kann mich noch sehr gut an die zeit erinnern, in der UPS drei Tage brauchte, um vier 5,25-Zoll-Floppy-Discs vom Büro in Kiel zum Rechenzentrum der Universidad Autónoma in Santa Cruz de la Sierra zu bringen, und an das Surren des Modems, das gestückelt gepackte Zipfiles über die Telefonleitung, das MausNet und das DFN zur FH Kiel schaufelte. Freude geht anders, und den Tag, an dem ich beim Finalilisieren von geowissenschaftlichen Datensätzen dann einen Layer vergessen hatte und das erst bemerkte, als sie sich auf der anderen Seite des Globus befanden, werde ich nie vergessen.
Heute sollte das alles einfacher sein, denn heute gibt es die Cloud. Speicher satt, Datentransport durch simples Fallenlassen in einen Ordner, der sich im Idealfall dann schnell woanders materialisiert. Im Idealfall gibt es dann noch Bearbeitungsfunktionen für gängige Dateiformate und ein paar kleine Tools zur Zusammenarbeit – oder eine API, mit der sich Fremdapplikationen sinnvoll anstöpseln lassen. Die Zahl dieser Dienste ist unübersichtlich, Leistungen und Zuverlässigkeit sind es auch. Dem möchte ich mit einer kleinen Artikelserie abhelfen. Weiterlesen